Erste Schritte¶
Du hast beim Onboarding eine Telegram-Gruppe (oder einen Slack-Bereich) bekommen, in der dein Assistent sitzt. Ab hier geht es ohne uns weiter.
Tag 1 — Die erste Nachricht¶
Öffne einen beliebigen Reiter und schreib etwas Einfaches:
Stell dich kurz vor. Was kannst du für mich tun?
Warte die Antwort ab. Du siehst währenddessen „tippt …“. Solange das steht, arbeitet er. Das kann bei größeren Aufgaben ein paar Minuten dauern — das ist normal und kein Fehler.
Danach probier eine echte Aufgabe:
Fass mir zusammen, was auf der Website von
steht.
Tag 2 — Sprachnachrichten¶
Halt den Mikrofon-Knopf gedrückt und red einfach los. Der Bot schreibt deine Sprachnachricht automatisch mit und arbeitet damit weiter. Das ist der schnellste Weg, ihm etwas Längeres zu erklären.
„Ich hab gleich ein Gespräch mit dem Steuerberater. Bereite mir bitte drei Fragen vor, die ich stellen sollte, auf Basis der letzten Rechnungen.“
Tag 3 — Ihn einlernen¶
Das Wichtigste überhaupt. Dein Assistent lernt nicht von selbst, wie du tickst — du musst es ihm sagen. Aber du musst es nur einmal sagen:
Merk dir: Ich sieze niemanden in E-Mails, ich duze grundsätzlich.
Merk dir: Meine Rechnungen gehen immer an [email protected], nie an mich persönlich.
Merk dir: Wenn ich „die Zahlen“ sage, meine ich immer den Monatsumsatz aus dem CRM, nicht den Kontostand.
Er schreibt das dauerhaft weg. Beim nächsten Gespräch weiß er es noch — auch in einer Woche, auch nach einem Neustart.
Der einzige Tipp, der wirklich zählt
Jedes Mal, wenn du dich beim Korrigieren erwischst („nein, so nicht“), sag stattdessen: „Merk dir für die Zukunft: …“. Nach zwei Wochen musst du fast nichts mehr korrigieren.
Tag 4 — Ihm Material geben¶
Schick ihm ein Foto von einem Beleg. Schick ihm ein PDF. Schick ihm einen Screenshot von einer Fehlermeldung. Er schaut es sich an und arbeitet damit.
(Foto vom Vertrag) Was steht da drin zur Kündigungsfrist?
Details dazu: Was du schicken kannst.
Tag 5 — Ihn unterbrechen lernen¶
Wenn er in die falsche Richtung läuft, schreib /esc. Das stoppt ihn sofort.
Danach erklärst du neu, was du eigentlich wolltest.
Wenn du wissen willst, was er gerade macht, schreib /screenshot — dann
bekommst du ein Bild von seinem Bildschirm.
Die erste Woche — was du festhalten solltest¶
Nimm dir einmal zwanzig Minuten und erzähl ihm in jedem Reiter, worum es dort geht. Zum Beispiel im Reiter Kunden:
Merk dir für diesen Bereich: Hier geht es um meine Bestandskunden. Die wichtigsten sind A, B und C. A ist heikel, da immer erst mich fragen, bevor irgendwas rausgeht. Bei B läuft alles über Frau Meier.
Diese zwanzig Minuten sind der Unterschied zwischen „nettes Spielzeug“ und „echter Mitarbeiter“.
Wenn etwas nicht klappt¶
- Er antwortet gar nicht → siehe Hilfe
- Er antwortet daneben →
/esc, dann konkreter formulieren - Er behauptet etwas Falsches → sag es ihm. Er korrigiert und merkt es sich.